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Das Pfadi-LexikonA B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z A • Allzeit bereit
Baden-Powell hat hat für alle Pfadfinder diesen Wahlspruch formuliert.
Er bedeutet: Sorge als Pfadfinder dafür, jederzeit geistig und körperlich gesund und bereit zu sein, im Rahmen deiner
Möglichkeiten die Pflicht zu tun und nach den Pfadfindergesetzen zu handeln. Wir verstehen diesen Wahlspruch als
Grundeinstellung, und dieses nicht nur auf Fahrt und Lager.
Manchmal beenden wir auch Zusammenkünfte wie Halstuchübergaben oder Abschiedsrunden mit diesem Spruch. Dann ruft einer:
»(Pfadfinder sind) Allzeit...« und die Gruppe antwortet mit »... Bereit!«.
• Allzeit bereit Das Bundeslied des VCP seit 1994 → das Lied als PDF • Allzeit-Bereit-Päckchen Kleines Behältnis (Tasche, Büchse oder ähnliches) für viele kleine Dinge, die ein
Pfadfinder auf Fahrt und Lager nunmal so braucht, die aber nicht lose im Rucksack oder sonstwo herumfliegen sollen. Das
AB-Päckchen fertigt man sich in der Gruppenstunde selbst an und folgende Dinge kommen unter anderem hinein:
- Verbandspäckchen - Hansaplast - Streichhölzer - Bleistift - Papier - Faden & Nadel - Ersatzknopf - Geldstücke zum Telefonieren - Draht - Stück Kreide - und mehr... • Akela Akela: »Der alte Wolf«. Diese traditionelle Bezeichnung des Gruppenleiters der
Meute stammt aus dem Dschungelbuch von Rudyard Kipling und wurde von
B.P. eingeführt. Der Begriff wurde früher in mehreren Verbänden
wie z.B. der CPD verwendet und wird daher auch heute noch in vereinzelten
Stämmen des VCP benutzt.
B • B.P. Der Gründer der Pfadfinderbewegung, Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell wurde am 22.
Februar 1857 in London geboren und starb am 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia. Mit einem Camp im Jahre 1907 auf Brownsea
Island fing alles an. Als Offizier hatte Baden-Powell beim Einsatz junger Kundschafter während seiner Dienstzeit
in Afrika erlebt, dass Kinder und Jugendliche - im Gegensatz zur damals üblichen Auffassung - durchaus in der Lage
sind, Aufgaben verantwortungsvoll auszuführen. Das Camp auf Browsea Island mit britischen Jungen verschiedener
Gesellschaftsklassen bestätigte seine Erfahrungen nochmals. Seine Erkenntnisse veröffentlichte B.P.
(gesprochen: BiPi) in dem Buch »Scouting For Boys«. Junge Menschen auf der ganzen Welt gründeten
Gruppen, die nach diesem Buch arbeiteten. 1912 heiratete er Olave Clair, die spätere Weltführerin der Pfadfinderinnen.
1920 wurde er von zum »Chief Scout of the World« (Welt-Pfadfinderführer) ernannt.
• BCP Bund Christlicher Pfadfinderinnen. Einer der drei Verbände, aus denen der VCP hervorging.
Arbeitete vom Gründungsjahr 1921 bis 1937 als »Tatgemeinschaft Christlicher Pfadfinderinnen (TCP)«,
wurde dann durch die Gestapo aufgelöst.
Bis 1945 erfolgte die Pfadfinderarbeit im Untergrund, ab 1942 unter dem Namen »Casteller Ring«. Nach Kriegsende
1945 erfolgte die Namensänderung in Bund Christlicher Pfadfinderinnen. Am 01. Januar 1973: Zusammenschluss von BCP,
EMP und CPD zum koedukativen
Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
• Bundeslager Alle 4 Jahre in den Sommerferien kommen Pfadfinder des VCP aus ganz Deutschland – oft auch mit
Partnergruppen aus anderen Ländern – zusammen, um gemeinsam ein zehntägiges Lager zu verbringen. VCP Bundeslager 2006 bei Großzerlang / Land Brandenburg
C • CPD Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands. Gegründet im Jahr 1921 durch Zusammenschluss aller evangelischen
Pfadfindergruppen, die bis dahin im existierten. Der bündisch geprägte Pfadfinderbund war 1973 einer der drei
Pfadfinderbünde (CPD, EMP & BCP)
, aus deren Zusammenschmelzung der VCP hervor ging. Später spalteten sich aus inhaltlichen Beweggründen Mitglieder vom VCP ab
und gründeten die CPD neu. 1982 spalteten sich wiederum die »CP21« und die »CP Bremen« vom
CPD e.V. ab, um sich dann 1996 wieder zu vereinen. Die heutige CPD hat etwa 4.200 Mitglieder.
D
E • Erwachsene Pfadfinderinnen und Pfadfinder "Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder!", so heißt es. Pfadfinderin oder Pfadfinder darf man das ganze
Leben bleiben. Erwachsene übernehmen häufig Gremienarbeit oder unterstützen im Hintergrund. Viele bilden Netzwerke
und Freundeskreise.
Übernommen von www.vcp.de • EMP Der Evangelische Mädchen-Pfadfinderbund war ein deutscher evangelischer Pfadfinderinnenbund, der von
1926 bis 1972 existierte. Mit Beginn des Jahres 1973 verschmolz er mit dem
Bund Christlicher Pfadfinderinnen und der Christlichen Pfadfinderschaft
Deutschlands zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder.
F • Friedenslicht Jedes Jahr bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Weihnachten das Friedenslicht aus Betlehem in unsere
Gemeinden. Das Licht, das in Betlehem entzündet und in Wien an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa und darüber
hinaus weitergereicht wird, ist längst zu einem besonderen Symbol in der Weihnachtszeit geworden. Am dritten Advent wird das
Licht mit dem Zug in rund 30 Städte in ganz Deutschland gebracht. In zentralen Aussendungsfeiern wird es weitergereicht an
Gruppen und Gemeinden. An Weihnachten wird das Licht in vielen Häusern und Kirchen brennen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder
tragen es in die Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen
und zu Menschen, die im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens und am Rande stehen.
G • Gau Traditionelle Bezeichnung verschiedener Pfadfinderverbände für das Zusammenarbeiten mehrerer
Stämme in einem bestimmten Umkreis. Im VCP wird dieser Begriff in
manchen Regionen verwendet, andere bezeichnen diese Gliederungsebene als Bezirk.
H • Halstuch Zur Tracht eines Pfadfinders gehört neben dem Hemd das Halstuch. Es wird in Dreieckform gefaltet,
mit der Spitze im Nacken nach unten. Vorne wird es mittels eines Knoten zusammengebunden oder mit einem Halstuchknoten
zusammengehalten. Jeder Pfadfinderverband hat eigene Farben für seine Halstücher. Besucht man längere Zeit
die Gruppenstunden, so bekommt man es bei einer Halstuchübergabe
vom Stammesleiter oder Gruppenleiter verliehen. Die unterschiedlichen Farben sind ein Zeichen für den Verband, dem man
angehört und ebenso für die Altersstufe innerhalb des
Verbandes. So trägt man beim VCP als Wölfling ein
blau-orangerotes und später als Pfadfinder erst ein blau-hellgünes,
dann ein blau-dunkelgrünes, als Ranger/Rover ein blau-bordeauxrotes oder
als Erwachsener ein blau-lilanes.
So ein Halstuch hat aber auch verschiedene praktische Funktionen. Hier nur ein paar Beispiele: • als Kopftuch • als Schutz gegen Sonnenbrand in Nacken und Gesicht • als Schweißband • als Handschutz, um Blasen zu vermeiden • als Stütze bei gebrochenem Arm • für Knotenübungen • als Augenbinde bei Spielen • Halstuchübergabe (Pfadfinderaufnahme) Ist man 10 Jahre alt geworden, tritt man in die Pfadfinderstufe ein. Dieses wird äusserlich dadurch kenntlich gemacht, dass man statt des roten, welches man als Wölfling getragen hat, ein blaues Halstuch bekommt. Man bekommt dieses allerdings nicht einfach während der Gruppenstunde überreicht, sondern feierlich bei der Pfadfinderaufnahme. War die Zeit als Wölfling eine Art Vorbereitung, wird man nun in offiziell in die »Große Bruderschaft der Pfadfinder« aufgenommen. Hierzu trifft man sich an einem besonderen Ort und legt (als Einzelner oder in der Gruppe) im Kreise des ganzen Stammes das Pfadfinderversprechen ab. Meist passiert dies am Lagerfeuer und es wird gemeinsam gesungen.
Einige Stämme zelebrieren so oder ähnlich auch den Eintritt in die Wölflings- oder Jungpfadfinderstufe. Manche traditionell arbeitende Stämme nehmen vor der Halstuchübergabe auch eine oder mehrere Pfadfinderproben ab, um eine gewisse Eignung bzw. Ernsthaftigkeit des Gruppenkindes abzuprüfen. Jene Verfahrensweise ist heute aber immer seltener anzutreffen.
I
J • Jamboree Internationales Pfadfindergroßlager für Mitglieder des WAAAGS
und WOSM.
Teilnehmen können alle Pfadfinder im Alter von 14 bis 17 Jahren.
1920 fand unter Leitung Baden-Powells das erste Jamboree mit etwa 8.000 Pfadfindern aus 27 Ländern statt. Seitdem gibt es alle 4 Jahre ein Jamboree in den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Das vorletzte fand anläßlich des 100. Geburtstages der Pfadfinderbewegung im Sommer 2007 im Gilwell-Park (bei London) statt. Mehr als 40.000 Pfadfinder aus über 150 Ländern der Welt erlebten dieses Lager. 2011 trafen sich ca. 39.000 Pfadis zum 22. World Scout Jamboree in Rinkaby/Schweden. • Jungenschaftsjacke Auch: »JuJa«. Die Jungenschaftsjacke ist eine aus Kohtenstoffe hergestellte,
robuste und wasserfeste Jacke, die von vielen deutschen Pfadfindern getragen wird. Alternativ dazu gibt es noch die
Wolltuch-JuJa, die mehr Wärme und Wasserfestigkeit bietet. Wir tragen die JuJa insbesondere auf Hajks und nehmen
sie auch auf jedes Lager mit. • Jurte Ein bei deutschen Pfadfindern beliebtes zerlegbares Zelt aus schwarzem Baumwollstoff. Diese spezielle
Zeltform wurde bei den umherwandernden Mongolen abgeschaut. Sie kann aufgrund der Größe als Schlaf- sowie
Aufenthaltszelt genutzt werden. Eine Jurte besteht aus mehreren kleineren zusammengeknüpften Seiten- und Dachplanen
und kann so zum Transport bequem auf mehrere Personen aufgeteilt werden. Ein weiterer Vorteil: Man kann in ihr Feuer machen
und so auch kältere Nächte überstehen.
K • Kinderstufe Kinder ab 7 bis 9 Jahren entdecken ihre Talente, ihren Lebensraum, ihre Möglichkeiten. Sie schließen neue Freundschaften. Spielen, basteln, singen und musizieren stehen in ihren Gruppenstunden im Vordergrund. Gelernt wird ganz anders als in der Schule: Inhalte werden durch Spielideen vermittelt. Verantwortung für sich selbst und für Andere zu übernehmen, wird in kleinen Schritten gelernt.
Übernommen von www.vcp.de • Kleine Gruppe Die »kleine Gruppe« gehört zu den Prinzipien des Pfadfindens.
Eine junge Gruppenleiterin oder ein Gruppenleiter betreut eine Gruppe von gleichaltrigen Kindern. Die Kinder spielen, basteln, planen und führen Aktionen unter der Anleitung ihrer Gruppenleitung durch. Ideen werden gemeinsam diskutiert und umgesetzt. Hier lernen die Kinder, eine eigene Meinung zu bilden, aber auch andere Meinungen zu akzeptieren. Die kleine Gruppe gibt ihnen Sicherheit, Geborgenheit und Rückhalt, erfordert aber auch Rücksichtnahme. So lernen Pfadfinderinnen und Pfadfinder schon früh soziales Verhalten, Selbstbewusstsein, Toleranz und damit Demokratiefähigkeit.
Übernommen von www.vcp.de/Wer wir sind/Die kleine Gruppe • Kohte Die Kohte ist bei deutschen Pfadfindern das klassische Zelt für bis zu 8 Personen mit Gepäck, mit dem eine Gruppe auf Wanderschaft gehen kann. Eine Kohte besteht aus 4 Planen aus schwarzem Baumwollstoff und kann so auf die einzelnen Mitglieder einer Wandergruppe verteilt werden. Das Holz für die Stangen und notfalls auch für die Heringe holt man sich aus dem Wald. In dem bei den finnischen Lappen abgeschauten Zelt kann sogar Feuer gemacht werden.
• Kreuzpfadfinder
Erwachsene christliche Pfadfinder (Frauen und Männer), die das Pfadfindertum (Pfadfinderregeln - Allzeit bereit!) für
sich als Lebenshaltung (ein Christ ist immer "im Dienst"...u.v.a.m.) verstehen, können - auch wenn sie keiner örtlichen
Pfadfindergruppe (mehr) angehören - in die überbündische (VCP, CPD) Gemeinschaft der Kreuzpfadfinder aufgenommen
werden. Siehe z.B. www.de.wikipedia.org/wiki/Kreuzpfadfinder.
Die Aufnahme geschieht in einer Kreuzpfadfinder-Runde, gegenwärtig z.B. auf den von der "Dienstgemeinschaft" einberufenen
Ostertreffen, unter Ablegung eines Versprechens (gegenüber Gott und den Menschen) unter Berufung auf die Grundsätze,
z.B. www.kreuzpfadfinder.de/Historie/Grund/Grundsaetze_F.htm.
Zeichen der Kreuzpfadfinder ist das (unten dargestellte) sog. Pfadfinderkreuz, eine versilberte metallene Anstecknadel
am Revers (in zwei Größen) in Form eines ovalen, durchbrochenen (Ritter-) Schildes, das auf der ganzen Länge
ein Kreuz trägt, ähnlich einem Weihekreuz (Heraldik), einem Tatzenkreuz mit kreisförmiger Umrandung.
www.kreuzpfadfinder.de www.kreuzwacht.de www.heliand-kreuzpfadfinder.de Dieser Beitrag wurde zur Verfügung gestellt von: F. Fröhlich, Berlin
L • Learning By Doing Learning by Doing ("Lernen durch Tun") ist ein Bestandteil der Pfadfinderischen Methode. Als Schlagwort
beschreibt es das Prinzip des Lernens durch eigenes Handeln, Erleben und Entdecken. Der Ausdruck wurde durch Baden-Powell
geprägt und spielt in der Folge auch in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion eine Rolle.
Als Grundsatz bezieht sich Learning by Doing auf alle Bereiche von pfadfinderischen Programmen, wie Gruppenstunden oder Lager.
Das Ziel ist die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu selbständigem Handeln. Durch die Reflexion und Einordnung der
gemachten Erfahrungen in größere persönliche, soziale und politische Zusammenhänge werden neue Einsichten
und Verhaltensweisen ermöglicht. [...]
Weiterhin wird es damit zur Aufgabe des Leiters, die Kinder und Jugendlichen zu eigenem Handeln zu ermutigen und ihnen dafür Raum zu bieten. Sie unterstützen die Gruppenmitglieder bei der Reflexion und Einordnung der Erlebnisse. Folgende Aspekte sind Teil des "Learning by Doing": * Mut zum Entdecken neuer Fähigkeiten * Übung in Ausdauer, Überwindung von Frust und Mißerfolg * Entfaltung von Mut und Zivil-Courage Übernommen von www.scout-o-wiki.de/index.php/Learning_by_doing • Look At The Boy Look at the boy ist ein pfadfinderischer Erziehungsgrundsatz, der eine besondere Forderung an den Leiter
stellt, einen Blick auf die Individuen in der Gruppe zu haben. Der Blick auf die Individuen setzt Beziehung von Mensch zu
Mensch voraus.
Pfadfinderische Erziehung setzt bei den Erwartungen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen an. Das Programm kommt aus der Gruppe selbst. Das ist einer der entscheidenden Punkte bei den Pfadfindern. Im Gegensatz zum Sportverein, dem Jugendrotkreuz oder der Jugendfeuerwehr, ist bei den Pfadfindern nicht auf den ersten Blick klar, "was man da so macht". Die Leiter wissen zu unterscheiden zwischen den Erziehungszielen und dem Programm der Gruppe und den Methoden mit denen die Ziele erreicht werden. Da das Programm aus der Gruppe kommt, kann es sehr unterschiedlich aussehen und ist so vielfältig wie unsere Gruppen eben sind. »Jede Gruppe ist anders und jedes Mitglied ist anders.« Pfadfinderleiter müssen ihre Methoden und Zwischenziele auf dem Weg der Erziehung zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen immer wieder an den aktuellen Stand des Einzelnen und der Gruppe anpassen. Erziehung in der Pfadfinderbewegung ist "individuelle Erziehung" und daher sollte eine Guppe/Sippe nicht mehr als 6-8 Mitglieder haben. (Siehe auch: Prinzip der kleinen Gruppe) Übernommen von www.scout-o-wiki.de/index.php/Look_at_the_boy
M • Meute Dieser aus dem Dschungelbuch stammende Begriff wurde von B.P.
als Bezeichnung für die Wölflingsgruppe eingeführt. Die Meute wird vom Meutenführer
(Akela) geleitet.
N
O
P • Pfadfindergesetz Die Pfadfindergesetze sind unsere »Miteinander- und Benimm-Regeln«.
Das erste Mal wurden diese Regeln vor etwa 100 Jahren von B.P.
niedergeschrieben. Basierend auf diesen haben wir während der Gruppenstunde am 22.09.2008 gemeinsam unsere
eigenen Gesetze für unseren Stamm formuliert:
1. Ein Pfadfinder hält sein Versprechen 2. Ein Pfadfinder ist treu 3. Ein Pfadfinder ist hilfreich und nützlich 4. Ein Pfadfinder ist jedem anderen Pfadfinder Familie und ein Freund aller anderen Menschen 5. Ein Pfadfinder ist Tierfreund 6. Ein Pfadfinder ist höflich 7. Ein Pfadfinder hört freiwillig auf seine Eltern und Gruppenleiter 8. Ein Pfadfinder findet für alles eine Lösung 9. Ein Pfadfinder ist sparsam 10. Ein Pfadfinder ist sauber in Gedanken, Wort & Tat • Pfadfindergruß Deutschsprachige Pfadfinder begrüßen und verabschieden sich mit den Worten »
Gut Pfad«. Zusätzlich zum heben sie dabei den rechten Unterarm und machen den unter Pfadfinder
weltweit bekannten Pfadfindergruss. Hierbei zeigen Zeigen-, Mittel- und Ringfinger nach oben und der Daumen bedeckt
den gebeugten Kleinen Finger (Siehe Zeichnung). Die 3 gestreckten Finger stehen als Erinnerung für die 3 Teile
des Pfadfinderversprechens. Der Daumen über
dem Kleinen Finger symbolisiert, dass der Starke den Schwächeren schützt. Ebenso ist es üblich, dass
man sich anstatt der rechten die Linke Hand zur Begrüßung reicht (Die kommt nämlich vom Herzen und
früher war dies ein Zeichen dafür, dass man sein Schild abgelegt hatte und nicht feindlich gesinnt war).
Im europäischen Raum spreizen die Pfadfinder zusätzlich den kleinen Finger ab, wenn sie sich die linke Hand geben. ![]() • Pfadfinderheim Auch: »Pfadiheim«. Hier treffen wir uns zu unseren Gruppenstunden. Das Pfadiheim muss nicht
unbedingt ein ganzes Haus sein; auch unseren Gruppenraum in der Gemeinde nennen wir so. Damit es ein richtiges »Heim«
wird, dekorieren wir es mit Selbstgebasteltem und halten unser Heim sauber. • Pfadfinderlieder Pfadfinder haben ein eigenes großes Liedgut. Singen ist ein fester Bestandteil der Pfadfindergruppenstunden und auch von Fahrt und Lager. Wir singen bei Anfangskreisen & Abschiedsrunden; auf Wanderungen und am Lagerfeuer; vor und manchmal auch nach dem Essen und bei vielen anderen Gelegenheiten. Es ist üblich, sich sein eigenes Liederbuch anzufertigen. Dort notiert man alle Pfadfinderlieder, die man in den Gruppenstunden lernt. Pfadfinder, die viele Lieder kennen und gut singen können, treffen sich gelegentlich auf Singe-Wettstreiten. • Pfadfinderproben Pfadfinderproben sind Pfadfindertechniken und -fertigkeiten aus Bereichen wie Knoten-, Natur-, Zelt-,
Erste-Hilfe- oder auch Kompasskunde, die ein Pfadfinder beherrschen muß, bevor er/sie in die nächst höhere Stufe wechseln
kann. Dieses System der Mindestanforderung vor dem Stufenwechsel war in früheren Zeiten verbreiteter; heutzutage wird es
nur noch in wenigen Verbänden (z.B. in der CPD) angewendet. Im VCP arbeiten einige wenige Stämme noch nach solchen
Probenordnungen, im Allgemeinen wird dies allerdings nicht mehr in dieser verbindlichen Form praktiziert.
• Pfadfinderstufe Die 10 bis 15-jährigen Pfadfinderinnen und Pfadfinder suchen nach ihren eigenen Wertvorstellungen.
Musische, handwerkliche und sportliche Aktivitäten werden wichtiger. Pfadfinderische Techniken, die in den Gruppenstunden
gelernt wurden, können nun auf Fahrten und Lagern angewendet werden. Abenteuer und Erlebnis werden in dieser Altersstufe
relevant, auch erste internationale Kontakte werden aufgenommen. Die Jugendlichen entwickeln ihre Fähigkeiten weiter.
Die "kleine Gruppe" gibt dabei Geborgenheit, erzieht zur Toleranz und trainiert soziales Verhalten.
Übernommen von www.vcp.de • Pfadfinderversprechen Wird man (ab dem 10. Lebensjahr) in die große Bruderschaft der Pfadfinder aufgenommen und bekommt
das blaue Halstuch ubergeben, legt man hierbei das Pfadfinderversprechen ab. Jeder Pfadfinderverband hat i.d.R. eine eigene
"Version" hierfür formuliert. Grundbestandteile sind allerdings in den meisten Formulierungen die Verpflichtung
gegenüber Gott, anderen gegenüber und sich selbst. Nach dem Beschluß der VCP-Bundesversammlung 2000
lautet das Versprechen des VCP wie folgt: "Im Vertrauen auf Gottes Hilfe will ich Christliche/r Pfadfinder/in sein
und nach unseren Regeln mit euch leben."
Im Stamm "Alexander von Humboldt" verwenden wir das traditionelle Versprechen nach Baden-Powell: »Bei meiner Ehre verspreche ich, daß ich mein Bestes tun werden, Gott und meinem Land zu dienen; anderen Menschen jederzeit zu helfen; das Pfadfindergesetz zu befolgen.« • PTA Abkürzung für »Pfadfinder Trotz Allem«. PTA steht für die Arbeit mit Menschen
mit Behinderung innerhalb der Pfadfinderbewegung. PTA-Stämme integrieren behinderte Teilnehmer in die normalen Gruppen
oder bieten eigenständige Gruppen für diese an. Es werden hierbei verschiedene Behinderungsformen angesprochen.
Q
R • Ranger & Rover Ab 16 Jahren können Pfadfinder als Ranger (so werden die Mädchen genannt) und Rover (so werden die Jungen genannt)
Leitungsaufgaben übernehmen. Darauf werden sie in Schulungen und Kursen vorbereitet. Sie nehmen an internationalen
Treffen teil, planen Aktionen eigenverantwortlich und arbeiten bei überregionalen Projekten und in Gremien mit. Die
Jugendlichen haben Lust darauf, Verantwortung zu übernehmen, hinterfragen aber auch das, was sie sehen und erleben.
Manche übernehmen die Leitung einer Gruppe von Kindern, andere werden in Arbeitskreisen und Gremien auf unterschiedlichen
Ebenen aktiv.
Übernommen von www.vcp.de • RDP / RdP Die vier großen Pfadfinderverbände Deutschlands (VCP, DPSG, PSG und BdP) bilden zusammen die
Arbeitsgemeinschaften RDP (Ring Deutscher Pfadfinderinnen) und RdP (Ring deutscher Pfadfinder). Der RDP ist das nationale
Mitglied des Weltverbandes der Pfadfinderinnen (WAGGGS); der RdP ist das deutsche Mitglied im Weltverband
für Pfadfinder (WOSM).
S • Stamm Auch: »Pfadfinderortsgruppe«. Alle Gruppen einer Ortsgruppe
(Wölflinge, Pfadfindersippen,
Ranger & Rover und Älterenschaft)
bilden in der Gesamtheit den Stamm.
Dieser wird von der Stammesleitung (Stammesleiter oder Stammesleitungsteam) angeführt. Auf dem mehrmals jährlich stattfindenden Stammesrat wird die aktuelle Arbeit koordiniert und besprochen. Auf der einmal jährlich stattfindenden Stammesversammlung (Auch: Stammes-Thing) wird die Stammesordnung beschlossen/geändert, Ämter werden gewählt und es werden verbindlich Beschlüsse rund um den Stamm gefasst. • Sippe Als Sippe bezeichnet man eine Kleingruppe der Pfadfinderstufe von 6 - max.
8 Kindern. Eine Sippe hat in der Regel ein Erkennungsmerkmal wie z.B. ein Sippentier oder auch ein Totem. Die Arbeit in solchen
Kleingruppen ist einer der wesentlichen Pfeiler der
Pfadfinderpädagogik.
• Sippling Mitglied einer Sippe
• Stufenarbeit Um eine altersgerechte Arbeit zu gewährleisten, teilen nahezu alle Pfadfinderverbände ihre
Mitglieder in verschiedene Altersstufen mit jeweils
eigenen Schwerpunkten ein. Die Bezeichnungen für die Altersstufen sind von Verband zu Verband unterschiedlich, auch das
Alter der Mitglieder der
Stufe variiert. Oft werden auch nicht alle Stufen angeboten. Der Übergang eines Kindes/Jugendlichen von einer Altersstufe
in die nächsthöhere nennt
sich Stufenwechsel. Der Wechsel findet bei erreichen des nötigen Alters und /oder nach der Reife des betroffenen Jugendlichen
statt. Bei Übergang
von Kinderstufe zu Pfadfinderstufe ist er beim VCP zudem mit der Übergabe des blauen Halstuches verbunden.
Im VCP unterteilt man in folgende Stufen: Kinderstufe: 7 bis 9 Jahre Pfadfinderstufe: 10 bis 15 Jahre Unterteilt in die Stufen JungpfadfinderInnen (10-12 J.) und PfadfinderInnen (13-15 J.) Ranger / Rover: 16 bis ca. 20 Jahre Erwachsene Pfadfinderinnen und Pfadfinder
T • Tracht Auch: »Kluft«. Als Tracht wird das graue Hemd mit Aufnähern und dem Halstuch bezeichnet,
das VCPer tragen. Jeder Pfadfinderverband hat seine eigene Tracht. Die Tracht ist das äussere Zeichen der Gemeinschaft
einer Gruppe und damit des gesamten Verbandes. Sie stellt über alle Grenzen hinweg ein Symbol für die weltweite
Verbundenheit der Pfadfinderinnen und Pfadfinder dar. Ein weiterer Grund ist das Material, aus dem die Hemden gefertigt sind.
Es ist ein robuster und strapazierfähiger Baumwollstoff und hält hält eine Menge aus. Man kann das Fahrtenhemd
auf Fahrt und Lager sehr gut per Hand waschen, sodass man nur wenige Oberteile zusätzlich einpacken muss. Über das Tragen der Tracht entscheidet jede Gruppe bzw. jedes Gruppenkind selbst. • Thinking Day Die Pfadis feiern jedes Jahr am 22.02. den Thinking Day. An diesem Tag gedenken wir
B.P. und seiner Frau Olave Baden-Powell, die beide am 22. Februar ihren
Geburtstag hatten. Jener Tag wird gerne für öffentliche Veranstaltungen und Aktionen genutzt, deren Erlös für
wohltätige Zwecke gespendet wird.
• Thing Auch: »Mitgliederversammlung«. Things gibt es auf Stammes-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene.
Aufgaben eines Things sind die Fassung von Beschlüssen und die demokratische Wahl der zu vergebenen Ämter.
Things werden meist einmal jährlich abgehalten und folgen einer Thingordnung. Dieser traditionelle Begriff wird
allerdings nur noch selten benutzt; man nennt diese Treffen heutzutage Stammesversammlung, Bezirksversammlung usw.
U
V
W • Wölflinge Die Kinderstufe bei den Pfadfindern. Beim VCP ist man zwischen 7 und 10 Jahren bei den Wölflingen.
Zu erkennen sind die Wölflinge an den blauen Halstüchern mit orange-rotem Rand.
• WOSM Die für Jungen zuständige Weltorganisation heißt »The World Organization of the Scout
Movement« (WOSM). Insgesamt gehören der WOSM etwa 28 Millionen Kinder, Jugendliche und Leiter in 153 Ländern an.
Die Zentrale in Genf, das Pfadfinder-Weltbüro, ist das Sekretariat der Pfadfinder-Weltkonferenz und des Pfadfinderkomitees. Die Weltkonferenz ist die Generalversammlung des Pfadfindertums und setzt sich aus den Delegierten der nationalen Mitgliederverbände zusammen. Das Weltkomitee besteht aus vierzehn Mitgliedern verschiedener Länder und wird von der alle zwei Jahre stattfindenden Weltkonferenz als deren Vertretung gewählt. In jedem Land wird nur eine Pfadfinderorganisation anerkannt, die über sechs Stimmen verfügt. Mehrere Pfadfinderverbände eines Landes werden zu Ringen zusammengefaßt. (Deutschland: Ring Deutscher Pfadfinderinnen / Ring deutscher Pfadfinder) • WAGGGS Die für Pfadfinderinnen zuständige Weltorganisation (»World Association of Girl Guides
und Girl Scouts«,
WAGGGS) hat ihren Sitz in London und ist nach ganz ähnlichem System wie die WOSM aufgebaut. Die WAGGGS hat mehr als
10 Millionen Mitgliedern in 145 Ländern der Welt.
X
Y
Z • Zelte Typisch für deutsche Pfadfinder sind Schwarzzelte. Auf internationalen Lagern fallen wir mit unseren
Jurten und Kohten besonders
auf. Ein Vorteil der aus vielen einzelnen Planen bestehenden Zelte ist die Möglichkeit des Transports auf die einzelnen
Rucksäcke verteilt. Weiterhin lassen sich aus jenen Planen unzählige Großzelt-Konstruktionen kreieren.
Jurtenkonstruktion auf dem
VCP-Bundeslager 2006 in Großzerlang |
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