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Pfadfinden, die größte Jugendbewegung der WeltSir Robert Stephenson Smith Baden-Powell — ein britischer General — begann im Burenkrieg in Südafrika damit, Jungen als Kundschafter auszubilden. Er beschloss den Militärdienst zu beenden und seine Erfahrung für den Aufbau einer Jugendbewegung einzusetzen, die dem Frieden dienen sollte: Die Pfadfinderbewegung.
Mit einem Camp im Jahre 1907 auf Brownsea Island fing alles an. Der britische Offizier Robert Baden-Powell hatte beim Einsatz von jungen Kundschaftern während seiner Dienstzeit in Südafrika erlebt, dass Kinder und Jugendliche - im Gegensatz zur damals üblichen Auffassung - durchaus in der Lage sind, Aufgaben verantwortungsvoll auszuführen.
Das Camp mit britischen Jungen auf Brownsea Island bestätigte seine Erfahrung nochmals. Seine Erkenntnisse veröffentlichte "BP" in dem Buch
"Scouting for boys". Dieses Buch wurde in kürzester Zeit zu einem Bestseller. Junge Menschen auf der ganzen Welt gründeten Gruppen, die nach diesem Buch arbeiteten.
Baden Powells Abschiedsbrief an die Pfadfinder der WeltLiebe Pfadfinder!In dem Theaterstück "Peter Pan", das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei, seine Totenrede abzufassen, aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, daß es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzt sie wohl.
Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, daß jeder von Euch ebenso glücklich lebt.
Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, daß Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal Männer sein werdet.
Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat. Euch zur Freude. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.
Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, daß Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.
Wenn dann Euer Leben zuende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben.
Seid in diesem Sinn "allzeit bereit", um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. - Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.
Euer Freund Baden Powell of Gilwell → ... zum "Pfadi-Lexikon" |
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